Der RT 14 bleibt sportlich im neuen Jahr. Nach 90 Minuten Boxtraining beim dreifachen Boxweltmeister Franco Passanante waren am 18. Februar schnelle Kufen, Steuergeschick und Reaktionsgeschwindigkeit gefragt. Vor allem letzteres sollte an diesem Abend noch eine wichtige Rolle spielen – zu dem aber später.
Angefangen hat alles ganz gemütlich. Punkt 18:30 h trafen sich die Mitglieder des RT14 vor dem Hotel ABC. Alles nahm gemütlich seinen Lauf – niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass es mit der Gemütlichkeit schon sehr bald vorbei sein sollte. Ein Chauffeur vom Berghaus Heuberge hatte die Aufgabe uns auf die Fideriser Heuberge zu bringen. Entweder hatte dieser junge Herr unendliche Sehnsucht nach Feierabend oder im Prättigau drehen die Tachos etwas anders. Wahrscheinlich beides. Mit gefühlten 140 km/h heizten wir mit dem Kleinbus Richtung Fideriser Heuberge. Die Reifen quietschten, die Kupplung rauchte, der RT schwitze…
Auf genau 2000 Metern angekommen, wurde der „Hellride“ mit Käsefondue und Wein verarbeitet, um sich danach dem nächsten Temporausch zu widmen.
Auf uns warteten: 12 Kilometer Schlittelweg, 1100 Höhenmeter und unzählige Kurven. Kurz nach 22:00 Uhr nahmen wir den der längsten Schlittelweg der Schweiz unter die Kufen – mit der Abmachung uns im Ziel zu treffen. Dieses Vorhaben fand schon kurz nach dem Start ein abruptes Ende. Was war passiert? In einer scharfen Kurve verlor einer unserer Mitglieder die Kontrolle und löste eine Massenkarambolage aus. Der fehlerhafte Pilot ist unbekannt – das Opfer jedoch nicht. Nils hatte quasi einen Gratisflug gebucht und crashte Hals über Kopf in die Schneewand. Laut fluchend und wild fuchtelnd, machte er auf seine rotentzündete Nase aufmerksam. Ihn hatte es bei diesem Massencrash am schlimmsten erwischt. Es war der einzige Zwischenfall eines ansonsten rundum gelungenen Anlasses.